Der helle Stern

HellerStern

Jeden Abend leuchten am Himmel Millionen von Sternen, doch an diesem Abend leuchtete ein Stern besonders hell. „Warum strahlst du so?“, fragten die anderen Sterne den kleinen Himmelskörper. „Ich weiß es nicht“, antwortete er. „Als ich heute Morgen aufwachte, da hing eine seltsame Schnur an mir herunter. Und als ich mich noch fragte, was das sei, spürte ich, wie jemand kräftig daran zog!“ „Und was ist dann passiert?“, wollte der Mond wissen, der sich mittlerweile zu den anderen gesellt hatte. „Nun, ich fing ganz kräftig an zu leuchten!“

Eine Sternschnuppe, die ganz zufällig vorbeiflog, stoppte ihren Flug mit einer Vollbremsung. „He, wieso unterhaltet ihr euch mit einer Nachttisch lampe?“. „Nachttischlampe? Du nennst mich eine Nachttischlampe?“ Der helle Stern war mächtig wütend. „Wie kannst du es wagen, so über mich zu sprechen?“ „Ich beweise es dir“, antwortete die Sternschnuppe und zog mit einem kräftigen Ruck an der Schnur. In diesem Moment wurde es rund um den kleinen Stern stockfinster. „Was hast du gemacht?“, fragte er ganz aufgeregt. „Ich habe dein Licht ausgeknipst“, lachte die Sternschnuppe. „Das kann doch nicht sein!“ Nun zog der kleine Stern selber an der Schnur. Das Licht ging sofort wieder an.

Auf einmal erklang eine vertraute Stimme, wie aus dem Nichts. „Moritz, mach das Licht wieder aus, du sollst schlafen. Ich habe dein Licht doch eben schon ausgemacht, du hattest es angelassen.“ Der kleine Moritz öffnete die Augen und sah in das Gesicht seiner Mutter. Seine Hand umklammerte die Schnur der Nachttischlampe. „Ach, du bist es, Mama. Stell dir vor, ich hatte eben einen ganz merkwürdigenTraum…“